Ein Informationsangebot zur medizinischen Rehabilitation für Versicherte der Deutschen Rentenversicherung Bund

Weitere Formen der medizinischen Rehabilitation

Rehabilitation nach Tumorerkrankungen

Zu einer onkologischen Rehabilitation gehören medizinische, diagnostische Maßnahmen, die vor allem auf die körperlichen und seelischen Folgen der Krebserkrankung zielen. Diese sollen mit Hilfe der Rehabilitation beseitigt bzw. abgemildert werden. Je nach Art der Tumorerkrankung unterscheiden sich auch die jeweiligen Therapien, die zielgenau auf die Erkrankung abgestimmt werden. Rehabilitationen nach Tumorerkrankungen können ebenfalls sowohl stationär als auch ganztägig ambulant gemacht werden. Die Dauer der Reha beträgt wie bei der medizinischen Rehabilitation in der Regel drei Wochen. Wenn es medizinisch notwendig ist, kann dieser Zeitraum aber auch erhöht werden.

Voraussetzung: Wichtig ist, dass die Akutbehandlung abgeschlossen ist. Die Rehabilitation sollten Sie möglichst innerhalb eines Jahres nach Abschluss der Akutbehandlung antreten. In Ausnahmefällen kann eine erneute Reha bei besonders hohen Beeinträchtigungen auch wieder zwei Jahre nach der Akutbehandlung stattfinden.

Medizinische Rehabilitation für Abhängigkeitskranke

Das erste Ziel einer Entwöhnungsbehandlung ist es, den Betroffenen Hilfestellungen zu geben, abstinent zu werden und zu bleiben. Darüber hinaus zielt die Behandlung auf die Beseitigung und Abmilderung der körperlichen und seelischen Folgen einer Suchterkrankung. Die Rückkehr in den Beruf und die Integration in die Gesellschaft stehen als langfristiges Ziel immer im Mittelpunkt. Rehabilitationen bei Suchterkrankungen können stationär, ganztägig ambulant oder ambulant gemacht werden. Die Dauer einer stationären Kurzzeittherapie beträgt 8 Wochen. Stationäre Standardtherapien bei Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit werden in der Regel 12 bis 15 Wochen lang durchgeführt. Ganztägig ambulante Rehabilitationen dauern 8 bis 15 Wochen. Hierbei ist man täglich 4 bis 6 Stunden in der Rehabilitationseinrichtung. Die Abende und das Wochenende verbringt man zu Hause. Bei ambulanten Entwöhnungsbehandlungen werden verschiedene Therapieeinheiten (Gruppen- und Einzeltherapien) durchlaufen. Die Behandlungsdauer hier beträgt 9 bis 12 Monate.

Eine Rehabilitation sollte in Betracht gezogen werden, bei:
  • Vorliegen eines zwanghaften Alkohol- und/oder Suchtmittelkonsums und damit verbundener Unfähigkeit zur Abstinenz und/oder Verlust der Selbstkontrolle,
  • Konsum zunehmend höherer Dosen an Alkohol und/oder eines anderen Suchtmittels zum Erreichen der gewünschten Wirkung oder
  • Weiterführendem Konsum, obwohl schädliche Folgen für den Körper und/oder das beruflich-soziale Umfeld bereits eingetreten sind.

Medizinische Rehabilitation für Abhängigkeitskranke kommt nur bei sogenannten stoffgebundenen Abhängigkeitserkrankungen (z. B. Alkohol-, Medikamenten- oder Drogensucht) in Frage. Sie wird im Anschluss an eine stationäre Entgiftung im Krankenhaus oder im Rahmen einer ambulanten Betreuung durch Ihren Hausarzt, den Psychiater oder Psychotherapeuten eingeleitet. Die Reha kann auch durch Ihren Betriebsarzt oder Ihren betrieblichen Suchtberater empfohlen werden.

Sozialbericht und Suchtberatung:

Neben den gängigen Antragsformularen, die für die medizinische Rehabilitation eingereicht werden, muss auch ein Sozialbericht bei der Beantragung vorliegen. Diese Formulare (SB1 und SB2) werden von den Mitarbeitern der Suchtberatungsstelle ausgefüllt. Der Kontakt und die Zusammenarbeit mit einer Suchtberatungsstelle ist also eine wichtige Voraussetzung, wenn Sie eine Rehabilitation bei Suchterkrankungen planen.