Ein Informationsangebot zur medizinischen Rehabilitation für Versicherte der Deutschen Rentenversicherung Bund

Was kostet eine Rehabilitation?

Die ärztlichen und therapeutischen Kosten einer medizinischen Rehabilitation werden bei Bewilligung durch die Deutsche Rentenversicherung komplett von dieser übernommen. Bei einer stationären Reha können zusätzliche Kosten für die Übernachtung und die Verpflegung anfallen. Die entsprechende Zuzahlung beträgt maximal 10 Euro pro Tag. Diese Zuzahlung ist abhängig von Ihrem Einkommen und der Dauer des Aufenthaltes. Zuzahlungen werden, auf das Jahr gerechnet, nur für insgesamt 42 Tage fällig. Hier werden alle stationären Aufenthalte, auch vorangegangene Krankenhausaufenthalte, mitgezählt. Sie können sich von der Zuzahlung befreien lassen, wenn Ihre Nettoeinkünfte im Monat der Antragstellung unter 1.107 Euro liegen, Sie Übergangsgeld oder Leistungen zur Grundsicherung bekommen (z. B. Arbeitslosengeld II). Sie können außerdem teilweise von einer Zuzahlung befreit werden, wenn Sie ein Kind haben oder pflegebedürftig sind und eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten. In jedem Fall müssen Sie eine Befreiung von der Zuzahlung beantragen. Lesen Sie dazu unsere Informationen zu den Antragsformularen G160 und G161.

Wichtig: Bei einer ganztägig ambulanten Rehabilitation fallen keine Zuzahlungen an.

Wer trägt die Kosten der An- und Abreise?

Die notwendigen Reisekosten zum Rehabilitationsort und wieder zurück zu Ihrem Wohnort werden von der Deutschen Rentenversicherung übernommen. Die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel werden in vollem Umfang getragen. Für die Nutzung von Kraftfahrzeugen wird eine Wegstreckenentschädigung gezahlt. Alle wichtigen Informationen zu den Reisekosten erhalten Sie mit Ihrem Bewilligungsbescheid.

Wie steht es um meinen Verdienst während einer Reha?

In der Regel haben Sie während der Zeit der Reha, wie bei einer regulären Krankschreibung, einen sechswöchigen Anspruch auf Lohnfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber. Nun ist es aber möglich, dass diese sechs Wochen bereits vor Antritt der Reha aufgebraucht sind oder sich während der Reha aufbrauchen, z. B. weil Sie wegen der Erkrankung, die auch Hauptgrund für die Reha ist, bereits länger krankgeschrieben waren. In diesem Fall zahlt die Deutsche Rentenversicherung Übergangsgeld. So wird verhindert, dass Einkommen wegfällt. Das Übergangsgeld wird ausgezahlt unabhängig davon, ob Sie eine stationäre oder eine ganztägig ambulante Reha antreten.

Versicherte ohne Kinder haben einen Anspruch auf Übergangsgeld in Höhe von 68 % des letzten Nettoarbeitsentgelts im Monat vor Beginn der Reha. Haben Sie mindestens ein Kind, für das Sie Kindergeld erhalten, erhöht sich dieser Anspruch auf 75 %. Auch Selbstständige können Übergangsgeld erhalten. Hierfür werden die Einkünfte des vorangegangen Jahres für die Monate, in denen Rentenversicherungsbeiträge eingezahlt wurden, als Berechnungsgrundlage genommen.

Informationen und die notwendigen Unterlagen (G510), die Sie selbst (Teil A), Ihr Arbeitgeber (Teil B) und Ihre Krankenkasse (Teil C) ausfüllen, erhalten Sie mit dem Bewilligungsbescheid. Diese Unterlagen sollten, bevor die Reha beginnt, ausgefüllt und an die Deutsche Rentenversicherung zurückgeschickt werden.

Wer zahlt meine Sozialversicherungsbeiträge, wenn ich in Reha bin?

Wenn Sie Übergangsgeld beziehen, zahlt die Deutsche Rentenversicherung Ihrer Sozialversicherungsbeiträge, d. h. Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Darüber hinaus sind Sie während der Reha auch unfallversichert.